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Wie Bewegung deine Mental Health stärken kann

Bewegung tut gut, auch mental. Sport kann helfen, Stress abzubauen, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken. Regelmäßige Bewegung kann darüber hinaus ein unterstützender Baustein im Umgang mit psychischer Belastung und depressiven Symptomen sein.


Kennst du das: Der Tag war anstrengend und du fühlst dich gestresst, doch nach einer Runde Sport sieht die Welt plötzlich wieder ein bisschen besser aus? Bewegung kann dir helfen, den Kopf freizubekommen, neue Energie zu tanken und wieder besser bei dir anzukommen. Doch Mental Health bedeutet mehr als gute Laune nach dem Training. Regelmäßige Bewegung kann auch bei depressiven Symptomen und psychischer Belastung ein unterstützender Baustein sein.

Was Sport und Bewegung für deine mentale Gesundheit tun können

Über die körperlichen Vorteile von Sport wissen viele Menschen längst Bescheid. In einem Interview mit der Apotheken Umschau sagt Dr. med. Isabel Maurus: 
„Jeder weiß, wie gut Sport für das Herz-Kreislauf-System, für Muskeln und Knochen ist – selbst dafür tun viele zu wenig. Bei der Psyche gibt es noch mehr Nachholbedarf. Wir müssen stärker betonen, wie wichtig regelmäßige Bewegung auch für die psychische Gesundheit ist.“

Eine aktuelle Übersichtsarbeit im British Journal of Sports Medicine kommt zu einem ähnlichen Schluss. Die Forschenden werteten 63 Studien mit insgesamt rund 79.500 Teilnehmenden aus. Ihr Ergebnis: Bewegung kann leichte und mittelschwere Depressionen sowie Angstsymptome deutlich lindern. Dabei erwiesen sich unterschiedliche Bewegungsformen als hilfreich. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt körperliche Aktivität zu den Faktoren, die dazu beitragen können, psychischen Erkrankungen vorzubeugen und die psychische Gesundheit zu fördern.

Mehr als ein gutes Gefühl

Warum Bewegung auch auf die Psyche positiv wirken kann, hat mehrere Gründe: Körperliche Aktivität beeinflusst unter anderem Botenstoffsysteme im Gehirn, zu denen auch Dopamin und Serotonin gehören. Diese spielen eine Rolle für Stimmung, Motivation und Wohlbefinden. Außerdem unterstützt sie die Stressregulation und kann das Gefühl stärken, selbst etwas für das eigene Wohlbefinden tun zu können. Dadurch können auch Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit, die sogenannte Resilienz, profitieren.

Das bedeutet nicht, dass sich psychische Beschwerden einfach „wegtrainieren“ lassen. Es zeigt aber, dass Bewegung ein wichtiges Puzzleteil für ein körperlich wie mental gesünderes Leben ist und nicht erst dann beginnt, wenn du ein intensives Workout absolvierst.

Dein Einstieg in Bewegung

Bewegung kann unterschiedlich aussehen: Ob ein entspannter Spaziergang, 15 Minuten Yoga oder ein längeres Workout – entscheidend ist nicht, dass du jedes Mal an deine Grenzen gehst, sondern dass du eine Form findest, die zu dir und deinem aktuellen Energielevel passt. Schon kleine Einheiten können dir helfen, dich wieder etwas besser zu fühlen.

Du weißt nicht, womit du anfangen sollst? Probiere aus, was sich für dich stimmig anfühlt, ganz ohne Druck und ohne Leistungsgedanken. Vielleicht hilft dir auch die Frage: Brauche ich gerade eher Ruhe, Energie oder einfach „nur“ das Gefühl, etwas für mich getan zu haben?

Starte mit dem, was heute für dich möglich ist. Bei fitnessRAUM.de findest du verschiedene Online-Workouts, die dir guttun können:

  • Wenn du abschalten möchtest: Probiere eine leichte Mobilisation, Stretching oder eine ruhige Yoga-Session aus.
  • Wenn du dich gestresst oder überreizt fühlst: Eine geführte Meditation oder eine andere Entspannungsform wie progressive Muskelentspannung können dir helfen, loszulassen und abzuschalten.
  • Wenn du Energie loswerden möchtest: Wähle ein moderates Cardio-Workout oder einen mitreißenden Dance-Kurs.
  • Wenn du dich stärken möchtest: Starte mit einem Krafttraining, zum Beispiel mit dem eigenen Körpergewicht oder kleinen Hilfsmitteln wie Kurzhanteln.
  • Wenn du gerade wenig Energie hast: Schon zehn bis 15 Minuten Bewegung können ein niedrigschwelliger Einstieg sein. Wie wäre es mit einem der „Every Day Shorties“ von Steffi Rohr? Auch ein Spaziergang um den Block, dein persönlicher „Mental Health Walk“, ist ein guter Anfang.

-er


Wichtiger Hinweis
Bewegung kann deine mentale Gesundheit unterstützen, ersetzt bei anhaltenden oder starken Beschwerden aber keine professionelle Hilfe. Wenn du dich über längere Zeit niedergeschlagen, erschöpft, überfordert oder psychisch belastet fühlst, sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt oder wende dich an eine psychotherapeutische Praxis. Wenn du dich in einer akuten Krise befindest oder dir selbst oder anderen etwas antun könntest, ruf den Notruf 112. Bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenlos unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 erreichbar.