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So geht Fitness heute


Wunderwaffe Detox-Kur?

Beim Detoxen sollen toxische Partikel aus dem Körper geleitet werden. Aber warum lagern sich solche Giftstoffe, die man auch als „Schlacken“ bezeichnet, überhaupt in unserem Körper an? Die Berliner Ernährungsexpertin Andrea Grohn weiß: „Umweltgifte, Stress, Zigaretten- und Alkoholkonsum, all das hinterlässt Spuren im Körper. Hinzu kommen Stoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, etwa Spuren von Unkrautvernichtungsmitteln und Reste von Antibiotika aus Billig-Fleisch.“ Eingelagert werden diese Stoffe zu einem Großteil im Körperfett. Für Sportler kein Problem? Doch! Denn beim Sport geht der Körper in die Fettverbrennung und schon sind die Gifte wieder frei.

Frühjahrputz für den Körper mit einer Detox-Kur

Entschlackungs- oder Detox-Kuren sollen – ähnlich wie das traditionelle Fasten – dabei helfen, dem Körper einen Frühjahrsputz zu verpassen. „Detoxen ist dem Heilfasten ähnlich. Man verzichtet meist vollständig auf feste Nahrung und greift stattdessen zu Saftschorlen, Tee oder Smoothies.“ Wer nur in Teilzeit fasten möchte, der sollte zumindest 2 von 3 Mahlzeiten durch Detox-Säfte, Smoothies oder Tee ersetzen. „Übersäuernde Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Weißmehl, Süßes, Alkohol und Kaffee sollte man ganz weglassen“, so die Expertin.

fitnessRAUM.de-Faktencheck – Stichwort: Detoxen

Das Hautbild verbessern, abnehmen oder schönere Haare bekommen – das alles leistet Detoxen angeblich. Stopp! Welcher Detox-Mythos stimmt wirklich? Zeit, um aufzuräumen. Hier kommt der fitnessRAUM.de-Faktencheck!

These 1: In unserem Körper sammeln sich Gifte!

Fastfood, Feiern und Stress hinterlassen ihre Spuren, klar. Besonders fettlösliche Stoffe werden wunderbar im Fett eingelagert und jahrelang gespeichert. Die gute Nachricht: Damit aus unserem Körper keine Mülldeponie wird, ist der Organismus in der Lage, solche Stoffe auszuleiten. Wer also gesund lebt, wird dafür ebenso belohnt, wie jemand, der eine Detox-Kur macht. Der Effekt ist sichtbar.

Fazit: Stimmt!

These 2: Manche Pflanzen wirken entgiftend!

Ein Hoch auf den Veganismus? Jein. Das ist natürlich Ansichtssache und hängt vom individuellen Ernährungskonzept ab. Zumindest aber stecken in Pflanzen keine Antibiotika, die gibt es nur in der Massentierhaltung. Bestimmte Pflanzen können tatsächlich sogar dazu beitragen, dass Gifte aus dem Körper ausgeleitet werden. Konkret: Bei der Behandlung von Strahlenopfern in Tschernobyl setzen Ärzte auf die Kraft der Algen. Algen? Ja, die grünen Dinger aus dem Wasser!
Die beiden Algensorten Chlorella und Spirulina sind die Entgiftungs-Stars und sind als Pulver oder Presslinge in der Ernährung natürliche Detox-Hilfen. Schlau!

Fazit: Stimmt!

These 3: Detox macht schlank!

Du bist, was du isst! Wer Detox-Tage einlegt, hat schon mal die Gesundheit auf seiner Seite. Aber ein Fatburner sind die Tees und Säfte an sich nicht! Abnehmen wird nur, wer zudem mehr Kalorien verbrennt, als er zu sich nimmt. Daran ändert auch das Entschlacken nichts.

Fazit: Quatsch!

These 4: Zum Detoxen braucht man teure Spezial-Produkte!

Auch wenn der Handel Tausende von Detox-Produkten anbietet: Es gibt auch schöne Alternativen zum Selbstmachen! Wer Fast-Food durch einen gesunden grünen Smoothie mit trendigen Frucht- und Pflanzenpulvern wie Moringa, Chlorella oder Weizengras ersetzt, der pusht auf diese Weise den Stoffwechsel. Das regt die Entschlackung an!

Noch einfacher geht es mit Ingwer-Sud: Ingwer 20 Minuten in heißem Wasser kochen, das verändert die molekulare Struktur. Zwei Liter davon ergeben einen perfekten Detox-Day! Wichtig: Nicht mit Zucker süßen, besser mit Fruchtpulver wie Lucuma oder Camu Camu.

Fazit: Stimmt nicht!

These 5: Detoxen geht nur mit Sport!

In die Turnschuhe, fertig, los! Man muss fürs Detoxen keine Sportskanone sein, aber Bewegung ist prima. Denn: Beim Schwitzen öffnen sich die Poren und der Stoffwechsel wird angekurbelt. Zudem sorgt der extrahohe Sauerstoffgehalt im Blut dafür, dass wir frischer aussehen. Zwei gute Gründe für ein Workout daheim – oder zumindest einen flotten Spaziergang an der frischen Luft!

Fazit: Na klar!

These 6: Detox macht schön!

Die Haut ist der Spiegel der Ernährung. Wer Leber und Nieren – das sind die „Filteranlagen“ in unserem Körper – dauernd stresst, hat oft eine schlechte, fahle Haut. Auch Haare und Nägel leiden darunter, werden stumpf und brüchig. Ein Argument fürs Detoxen. Denn wer viel Flüssigkeit zu sich nimmt, bekommt eine besser durchfeuchtete Haut – und das sieht prall und frisch aus! Wer eine Woche lang mit grünen Smoothies detoxt, wird auch feststellen, dass er damit seine Kalorienzufuhr drosseln kann ohne zu hungern. Und wer mehr verbrennt, als er zu sich nimmt, nimmt ab. Das bedeutet: Detoxing ist zwar keine Diät (s. auch These 3), aber kann unter Umständen dazu führen, dass man das eine oder andere überflüssige Pfund verliert – für viele ein angenehmer Nebeneffekt.

Fazit: Klappt!


- md



Michael Divé

Michael A. P. Divé leitet die internationale Unternehmenskommunikation von nu3, Europas größtem Ernährungsportal. Passend zum Sortiment bieten Mediziner, Biologen und Ernährungswissenschaftler eine Expertenberatung. Das unabhängige Forschungsteam entwickelt darüber hinaus innovative Produkte, die unter der Eigenmarke angeboten werden und zumeist mit dem Biosiegel prämiert sind. Auf nu3.de publiziert das Ernährungsportal zudem die jährliche "nu3 Diät Studie" (>> zum PDF), für die jährlich 1.000 Bürger nach ihrem Ernährungs- und Sportverhalten befragt werden.


Foto-Credits: Aufmacherbild: © puhhha / fotolia.com; Porträtbild am Artikelende: nu3 GmbH / Michael Divé