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So geht Fitness heute


Jimmy Outlaw im Interview: "Seid ehrlich zu euch selbst!"

Ansteckendes Temperament und ein strahlendes Lächeln: Wer mit Jimmy Outlaw trainiert, profitiert nicht nur von seinem großen Fachwissen – der Profi-Tänzer und international gefragte Fitness-Coach weiß auch, wie man motiviert und das Beste aus dem Workout rausholt.

Im großen fitnessRAUM.de-Interview spricht er über die Geheimnisse effektiven Trainings und warum Vitalität, Sport und Ernährung heute wichtiger denn je sind.

fitnessRAUM.de: Du bist in Top-Form, wie man nicht nur in deinem Bauch-Workout bei fitnessRAUM.de sehen kann. Was rätst du Leuten, die sich ein Sixpack wünschen oder ähnlich fit sein wollen wie du?

Jimmy Outlaw: Der erste Tipp ist Disziplin. Das ist beim Sport wie mit allem im Leben: Wenn ich ein Ziel habe, ist es wichtig, dass ich den Weg dorthin auch verfolge. Entscheidend sind zudem erreichbare Ziele – damit ich innerhalb von drei bis vier Wochen erste Erfolge sehe, die mich weiter motivieren, denn Motivation gehört ebenfalls unbedingt dazu. Dann kommt der Erfolg sozusagen fast von selbst. 

fitnessRAUM.de: Kannst du Beispiele geben, wie man es am besten angeht?

Jimmy Outlaw: Wenn man an der Fettverbrennung arbeiten und abnehmen möchte, sollte man nicht jeden Tag auf die Waage gehen. Viel besser ist es, einfach drei Wochen zu warten, sodass man entweder die Resultate auf der Waage oder anhand der Klamotten sieht. Der beste Fall ist natürlich, wenn Leute auf dich zukommen und sagen "Hey, du hast abgenommen. Das finde ich super!". Das lässt sich natürlich auch auf andere Bereiche übertragen. Im muskulären Bereich sieht man die Erfolge zum Beispiel ganz einfach anhand der Kraft – wie viel Gewicht mehr kann ich nach vier Wochen stemmen? 

fitnessRAUM.de: Und wenn der innere Schweinehund doch zu groß ist?

Jimmy Outlaw: Wenn die Couch lockt, ist das gar kein Problem! Dann kauft man sich einfach eine Fitness-DVD und trainiert zu Hause. [lacht]

Generell hilft es, wirklich ehrlich zu sich selbst zu sein, denn man hat immer eine Wahl: Entweder man verfolgt sein Ziel und macht, worauf man wirklich Lust hat – oder man gönnt sich eben eine Auszeit. Selbst ich als Sportler habe Phasen, in denen ich mal zwei bis drei Wochen nicht trainiere. Das ist wichtig, denn der Körper braucht diese Balance zwischen Kräftigungsphase und Ruhephase. Darauf folgt dann aber auch wieder eine intensive Trainingsphase.

fitnessRAUM.de: Wie oft machst du Sport?

Jimmy Outlaw: Ich trainiere drei bis vier Mal in der Woche. Natürlich ist die Anzahl der Workouts auch abhängig von der Saison. Wenn der Sommer kommt und man einen Beachbody haben möchte, können es auch fünf Mal die Woche Training sein. Im Winter werde ich auch schon mal bequemer und mache nur zwei bis drei Mal die Woche Sport. Aber das ist okay! 

fitnessRAUM.de: Was ist dein Geheimnis für ein effektives Training?

Jimmy Outlaw: Ich habe keine Routine, arbeite letztendlich immer sowohl im Kraft- als auch im Ausdauer-Bereich. Ich versuche einfach einen tollen Mix hinzubekommen, am besten in Form eines Intervall-Trainings – das ist mein Geheimnis! 

fitnessRAUM.de: Gibt es klassische Fehler, die du als Trainer immer wieder siehst?

Jimmy Outlaw: Wenn sich Routine beim Training einschleicht, achtet man oft nicht mehr so sehr auf die Körperhaltung, wird unkonzentrierter. Dabei ist es sehr wichtig, immer korrekt ausgerichtet zu sein und nicht gegen die natürliche Körper- und Gelenkstruktur zu arbeiten. Egal ob beim Mattentraining oder an Geräten – man muss immer bei der Sache sein! 

fitnessRAUM.de: Warum ist Sport deiner Meinung nach so wichtig?

Jimmy Outlaw: Weil es um Vitalität geht. Wir wissen alle, dass der Job gerade heutzutage sehr, sehr wichtig ist. Wenn mit dem Körper in sportlicher Hinsicht zu wenig passiert, ist man anfälliger für Krankheiten, kann vielleicht sogar nicht mehr arbeiten.

Außerdem hat das Ganze auch viel mit dem allgemeinen Wohlgefühl zu tun. Wer geht denn gern mit seinen Kids auf den Spielplatz und kann dann nicht mithalten, weil er Rückenschmerzen hat? Oder wer geht gern einkaufen und kann keinen Kasten Wasser heben, weil ihm die Schulter weh tut? Um solche Dinge zu vermeiden, ist es wichtig, ein tolles Training zu absolvieren. Dann fühlt man sich einfach vital und fit.

fitnessRAUM.de: Was ist mit dem Thema Ernährung? Spielt das auch eine Rolle?

Jimmy Outlaw: Klar, sogar eine große. Wie das Training ist auch die Ernährung immer individuell. Es ist wichtig zu erkennen, was man selbst verträgt oder eben nicht. Außerdem muss am abwägen, was gesund ist. Man sollte nicht einfach komplett Zucker, Kohlenhydrate oder Fette weglassen, sondern auf ausgewogene Mahlzeiten achten. Gerade bei Fetten sind wir bei so einem Thema. Wir brauchen gewisse Fette, sie sind lebenswichtig. 

fitnessRAUM.de: Ernährung und Training gehen auf dem Weg zum Wunschkörper also Hand in Hand?

Jimmy Outlaw: Genau! Ich bin der Meinung, dass die Ernährung 60 Prozent und das Training 40 Prozent ausmacht. Ein Beispiel: Ich habe als Personal Trainer einmal eine Frau betreut, die in einem Jahr mit meiner Hilfe 35 Kilo abgenommen hat. Natürlich hat sie auch viel Sport gemacht, aber die Ernährung war das A und O. Das Training kam fürs Bodyshaping dazu. Außerdem bedeutet mehr Bewegung und Muskelmasse natürlich auch, dass mehr Energie verbraucht wird. 

fitnessRAUM.de: Wie hältst du es mit dem Essen?

Jimmy Outlaw: Das Frühstück ist für mich die wichtigste Mahlzeit. Lieber nehme ich hier eine Mahlzeit mit hochwertigen Kohlenhydraten zu mir, die lange sättigt und vorhält, und reduziere dafür das Mittagsessen ein bisschen. Ich esse zum Beispiel morgens immer eine Schale Haferflocken und mache mir ein paar Stückchen Banane rein. Dadurch habe ich Ballaststoffe plus Vitamine. Das ist viel besser als beispielsweise ein helles Toastbrot mit Marmelade und hilft mir über einen längeren Zeitraum fit und aktiv zu bleiben.

fitnessRAUM.de: Gibt es noch etwas, was du den Lesern in Sachen Fitness und gesundes Leben an Herz legen willst?

Jimmy Outlaw: Bleibt am Ball! Man darf sich nicht demotivieren lassen, wenn's nicht gleich klappt. Ich halte es da frei nach Oscar Wilde: "Alles wird gut am Ende. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist das eben noch nicht das Ende!".


-er