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So geht Fitness heute


Mama und Yoga – so klappt’s!
Als Mama einem Hobby nachzugehen oder Sport zu machen, ist mitunter nicht ganz einfach. Je kleiner die Kinder sind, desto weniger Zeit bleibt einem oft für sich selbst. Und sind die Kinder abends dann endlich im Bett, ist man meist zu müde, um noch einmal so richtig loszulegen.

Als Mutter eines inzwischen 4-jährigen Sohnes standen auch die Interessen der yogabegeisterten Bloggerin Conny erst einmal hinten an. Als ihr Sohn immer größer wurde und wieder mehr Zeit für sie selbst zur Verfügung stand, wollte sie sich auch sportlich wieder mehr betätigen. Vor eineinhalb Jahren entdeckte sie Yoga für sich. Im Gespräch mit fitnessRAUM.de erzählt Conny, wie es klappt, auch als Mama Yoga zu praktizieren.

Vom Selbststudium zum Yoga-Kurs

Zunächst übte Conny alleine zuhause mit Hilfe eines Yoga-Buches. Bald merkte sie allerdings, dass es doch hier und da zwickte und zwackte. Da ihr Yoga jedoch eher gut- als wehtun sollte, beschloss sie, einen Yoga-Kurs auszuprobieren. Einmal die Woche für 75 Minuten unter dem geschulten Auge eines professionellen Yoga-Lehrers.

Inzwischen hat sie vier solcher Yoga-Kurse hinter sich, zwei weitere laufen noch bis zum Jahresende, und auch ihre Heim-Yoga-Praxis hat sich stark verändert. „Ich habe mir in einem ungenutzten Kinderzimmer ein Yoga-Zimmer eingerichtet. Der große Vorteil am Yoga ist ja gerade, dass man die Übungen überall machen kann und dafür noch nicht einmal viel Platz benötigt. Yoga ist damit eigentlich der ideale Mama-Sport“, stellt Conny begeistert fest.

Yoga im Alltag

Einzelne Yoga-Übungen lassen sich ganz leicht in den Mama-Alltag integrieren, erzählt Conny: „Während ich mit meinem Sohn Karten spiele, sitze ich aufrecht im Halblotus (Ardha Padmasana) oder im gebundenen Grätschsitz (Baddha Konasana) und arbeite so, ohne groß darüber nachzudenken, an meiner Hüftöffnung. Auch ohne Kind habe ich mich bereits dabei ertappt, beim Fernsehen oder Lesen, wie ich solche Haltungen automatisch einnehme. Selbst das Warten an der Supermarktkasse wird nun effizient genutzt – hier stehe ich in Tadasana (Berghaltung).“

Yoga mit Kindern

Doch auch aktives Üben ist mit Kindern kein Problem. Kinder lieben Yoga! Und im Grunde machen sie eigentlich von sich aus den ganzen Tag über Yoga. Man muss sich nur einzelne Asanas genauer anschauen und dann den Bewegungsablauf von etwa 2- bis 3-jährigen Kindern. Da sieht man den lieben langen Tag herabschauende Hunde, die Happy-Baby-Pose und noch so einiges mehr. Zudem sind Kinder große Nachahmer, wie Conny von ihrem Sohn berichtet: „Schon kurz nachdem ich zuhause mit den Übungen begonnen habe, hatte ich einen Partner auf der Matte, der genau wissen wollte, was ich da so mache. Innerhalb von kürzester Zeit hatte er eine kleine Anzahl Asanas drauf und übte fleißig. Zähneputzen in der Baumhaltung, Kopfstand auf der Couch ... Inzwischen kreiert er seine eigenen Asanas … oder kennt jemand schon den ,Dreibeinigen Farbenclown’ und die ,Uhr’?“

Es gibt toll aufgemachte Yoga-Bücher speziell für Kinder und Eltern, z. B. „Komm, wir machen Yoga! Die schönsten Partnerübungen für Eltern und Kinder“ von Sonja Zernick. Connys kleiner Yogi ist ganz begeistert von den Partnerübungen, die in Geschichten eingebettet von Zauberwäldern, Rittern und Drachen handeln. Besonders die abschließenden Entspannungsübungen auf CD haben es ihm angetan. „In letzter Zeit kommt er oft und fragt mich, ob wir denn die ,Lebkuchenmassage’ noch mal machen können“, schmunzelt Conny.

AcroYoga mit Kind

Wer nicht extra Material für Kinder anschaffen möchte, kann sie auch einfach so mit in die Yoga-Praxis einbinden (AcroYoga) und sie zum Beispiel fliegen lassen. Dazu auf den Rücken legen, das Kind an beiden Händen festhalten und dann mit dem Bauch auf den eigenen Füßen ablegen, Beine nach oben strecken und schon startet das Flugzeug. Hin und her und vor und zurück … da merkt Mama, was sie getan hat und das Kind hat ordentlich Spaß dabei. Mit zunehmendem Alter und Gewicht der Kinder wird die Übung dann auch ganz automatisch anspruchsvoller. Auch die Bretthaltung mit Kind auf dem Rücken sitzend oder liegend ist eine tolle Möglichkeit, die bisherigen Yoga-Übungen zu intensivieren. Für ganz Mutige gerne auch bis runter in Chaturanga (tiefe Bretthaltung).

Outdoor-Yoga

Für Conny ist Yoga die ideale Möglichkeit, um fit zu werden und zu bleiben, und dies vor allem wann und wo sie möchte. Hat man die Grundlagen einmal drauf, ist man nämlich vollkommen unabhängig von Zeit und Ort und kann sich quasi überall sportlich betätigen.

„Im Sommer habe ich vor allem Outdoor-Yoga im eigenen Garten genossen. Manchmal hatte ich einen Trainingspartner, manchmal buddelte dieser lieber im Sand oder planschte im Kinderpool“, erzählt Conny lachend.

Also los, liebe Mamas! Schnappt euch eure Kinder und ab auf die Matte!

Namasté!



Bloggerin ConnyConny ist passionierte Hobby-Schreiberin und stellt dies auf ihrem Blog allmytruestories.wordpress.com unter Beweis. Zum Yoga kam sie 2013 eher zufällig und ist seitdem mit viel Kreativität und Spaß dabei. Wenn sie es schafft, ist sie täglich zuhause auf der Matte zu finden und interessiert sich dabei für viele Aspekte des Yoga (Asanas, Meditation, Ayurveda …). Ihre persönlichen Yoga-Erfahrungen kannst du auf ihrem Blog und in ihren Gastartikeln auf asanayoga.de nachlesen oder über Instagram (connyz1977) verfolgen.