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So geht Fitness heute


Elisa Dambeck: "Spaß steht an erster Stelle!"

Fitness trifft auf Spaß: Für Fitnessexpertin Elisa Dambeck bedeutet Sport nicht Quälerei und Verzicht, sondern jede Menge Fun. Am Ende sollen ihre Kursteilnehmer sich wohl im eigenen Körper fühlen, auch ohne stahlhartes Sixpack. Im fitnessRAUM.de-Interview mit Stefanie Roloff verrät sie dir, wie das geht.

fitnessRAUM.de: Elisa, du bist Sportlehrerin sowie lizenzierte Fitness- und Personal Trainerin. Wie kam es zu dieser Berufswahl?

Elisa Dambeck: Sport hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Ich habe mit vier angefangen zu tanzen, auch schon mehrmals die Woche. Bis heute ist meine Sportbegeisterung erhalten geblieben. Es war schon immer klar, dass ich das gerne beruflich machen würde. Nach meinem Abi wollte ich die Welt sehen und war ein halbes Jahr als Fitness-Animateurin unterwegs. Dort habe ich meine Leidenschaft ausgelebt, gleichzeitig aber gemerkt, dass das hauptberuflich keine lebenslange Perspektive für mich wäre, weil es ja doch körperlich sehr anstrengend ist. Deswegen habe ich Sport auf Lehramt studiert. Ich schätze an meinem Beruf besonders, dass ich so viele Leute erreiche. Und ich hoffe, dass ich sowohl bei den Kindern als auch den Erwachsenen wortwörtlich etwas bewegen kann.

Was steht für dich beim Sport im Vordergrund?

Für mich steht der Spaß an erster Stelle! Das heißt nicht, dass jedes Training mir Glückseligkeit verschafft, aber sich zu bewegen ist doch immer mit Lebensfreude und Lebenskraft verbunden. Bewegung sollte niemals als Bestrafung oder Mittel zum Zweck wahrgenommen werden, sondern als natürlicher Teil unseres Menschseins. Ganz wichtig ist mir dabei das Miteinander. Ich trainiere nicht gerne allein, sondern lieber in der Gruppe. Sport verbindet – man ist gleich auf einer Wellenlänge.

Wie schaffe ich es, mich in meinem Körper wohlzufühlen, auch wenn ich keine Modelmaße habe?

Bei dieser Frage muss ich schmunzeln und an einen Spruch denken, der heißt: "Wie wär’s, wenn wir alle etwas weniger Wert auf unser Gewicht und dafür mehr Gewicht auf unseren Wert legen würden?" Ich verstehe die Fixierung auf den eigenen Körper nicht. Ich glaube, wir können niemals wirklich mit jeder Faser unseres Körpers zufrieden sein. Sport sollte also nicht dazu genutzt werden, um einfach nur gut auszusehen. Vielmehr geht es darum, dass der Körper stärker und leistungsfähiger wird, damit wir ihn als Instrument zur Vefügung haben, um die Welt freudvoll zu entdecken. Dafür müssen ein Umdenken und mehr Körperakzeptanz her.

Was kann ich neben der Bewegung noch für ein stärkeres Ich tun?

Wir haben verschiedene Säulen im Leben, die uns Kraft geben und die eigene Persönlichkeit formen. Das fängt bei einem Job an, der einen erfüllt und nicht runterzieht. Denn dafür ist das Leben zu kurz und bietet zu viele Alternativen! Außerdem solltest du dich mit Leuten umgeben, die dich bestärken in dem, was du tust. Wenn man sich bestimmte Ziele gesetzt hat, braucht man Menschen, die mitziehen, zum Beispiel den Partner oder die Partnerin, wenn man sich gesünder ernähren will. Denn das ist der nächste Punkt: Die Ernährung muss stimmen, wenn man gesund und stark sein will.

Was empfiehlst du Leuten, die sich gesünder ernähren wollen?

Kraft kommt von Kraftstoff. Der Körper muss mit den richtigen Nahrungsmitteln versorgt werden. Die große Unterteilung ist: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Du solltest keine Lebensmittel kategorisch ausschließen. Es geht vielmehr um eine ausgewogene, ausreichende Ernährung. Um das zu lernen, kochst du am besten selber! Dabei musst du die Rezepte raussuchen und beschäftigst dich automatisch damit, welche Nahrungsmittel fürs Erreichen deiner Ziele am besten sind. Regel Nummer eins: Gemüse sollte immer den größten Teil des Tellers ausmachen. Und die zweite Regel ist, dass immer eine faustgroße Portion Eiweiß für die Frauen mit dabei ist, für die Männer gerne zwei. Ich gebe bei meiner Ernährungsberatung bewusst nicht vor, was Eiweißquellen sind, sondern setze darauf, dass sich die Leute aktiv damit beschäftigen, was gut für sie ist. Das ist das Wichtigste: Nicht einfach blind ein Programm mitmachen, sondern herausfinden, was zu einem passt.

Was ist das Besondere an deiner neuen Kursreihe "Strong me" bei fitnessRAUM.de?

Das Programm ist mit einer Progression aufgebaut. Die Workouts werden mit jedem Aufbaukurs etwas schwieriger. Alle, die mitmachen, gehen stärker heraus als sie hereingekommen sind. Die Muskulatur wird gekräftigt. Viele Übungen beanspruchen den ganzen Körper. Das ist ganz schön fordernd und bringt den ein oder anderen sicherlich an seine Grenzen. Aber das ist auch das Schöne: Du merkst mit der Zeit, dass es immer leichter wird, je öfter du das Training machst. Und das liegt daran, dass die trainierende Person immer leistungsfähiger wird.

Welches ist deine persönliche Lieblingsübung?

Ich bin ein großer Freund von Kniebeugen in sämtlichen Variationen und auch von Liegestützen, die ja gerade bei den Frauen nicht immer so beliebt sind. Aber genau darauf ist "Strong me" ausgelegt: Dass du dich steigerst und sie am Ende richtig durchführen kannst!

Hast du noch ein paar Tipps, wie man den inneren Schweinehund besiegen kann?

Mir geht immer ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ich das Wort "innerer Schweinehund" höre. Das ist für mich ein Mythos, um seine Verantwortung abzugeben, obwohl man doch selbst zu faul ist, um zum Sport zu gehen. Verbanne ihn also, er existiert nicht. Stattdessen gibt es viele kleine Tricks: Wenn du dir vornimmst, am Wochenende ein Strong me-Workout zu machen, hüpfe am besten gleich am Morgen in deine Sportklamotten. Dann ist die Hemmschwelle kleiner. Setze dir außerdem feste Trainingszeiten. Sag nicht: "Ich geh dreimal die Woche zum Sport oder trainiere zu Hause.", sondern z. B.: "Ich trainiere montags, mittwochs und samstags." Beziehe außerdem dein Umfeld mit ein, etwa indem der Partner mitmacht oder die Kinder hütet, damit die Bedingungen für dein Training stimmen.


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Auf Elisa Dambecks Blog erfährst du, warum ihr persönlich der Spaß am Sport so wichtig ist und wie sie durch eine schwierige Lebensphase ging.