Artikelbild: Deine Muskeln mögen’s süß: So reguliert Sport den Blutzucker
Deine Muskeln mögen’s süß: So reguliert Sport den Blutzucker

Sport tut uns auf vielfältige Weise gut. Aber wusstest du, dass du damit auch deinen Blutzucker positiv beeinflussen und das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kannst? Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere Muskeln. Wir erklären dir, was in deinem Körper passiert, wenn du aktiv wirst, und warum das für die Diabetesprävention so wichtig ist.

Wie Sport dein Diabetesrisiko senkt

Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Unter dem Motto „Early action on diabetes“ ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in diesem Jahr dazu auf, Diabetes möglichst früh zu erkennen und Risiken rechtzeitig zu reduzieren. Bei der Vorbeugung von Typ-2-Diabetes kann körperliche Aktivität einen wichtigen Beitrag leisten. Und dabei sind vor allem unsere Muskeln gefragt.

Warum unsere Muskeln Zucker lieben

Unsere Muskeln sind echte Energiefresser. Sobald wir uns bewegen, brauchen sie Nachschub und nutzen dafür unter anderem Zucker aus unserem Blut. Das Spannende daran: Durch die Muskelarbeit können die Zellen mehr Glukose aufnehmen, auch ohne zusätzliches Insulin. So hilft körperliche Aktivität dabei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Und es gibt noch einen guten Grund, dranzubleiben: Wer dauerhaft trainiert, verbessert die Insulinempfindlichkeit seiner Muskelzellen. So können sie Zucker aus dem Blut leichter aufnehmen und der Körper den Blutzuckerspiegel langfristig besser regulieren.

Kraft- und Ausdauertraining: Die ideale Kombination

Besonders effektiv ist die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining. Während du mit gezielten Übungen deine Muskulatur stärkst, bringst du mit Cardio-Workouts deinen Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung. Das Beste daran: Beides lässt sich wunderbar zu Hause trainieren. Auch kürzere Einheiten können einen positiven Effekt haben. Entscheidend ist, dass du am Ball bleibst.

Wie wäre es zum Beispiel mit dem neuen Kurzhantel-Training mit Elisa Dambeck? Das Workout kombiniert Kraft- und Ausdauerübungen und trainiert deinen ganzen Körper. Dafür brauchst du lediglich zwei leichte Kurzhanteln oder alternativ zwei Wasserflaschen und etwas Platz zum Mitmachen.

Diabetes ist nicht gleich Diabetes

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Dabei ist Diabetes nicht gleich Diabetes.

Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper kaum noch oder gar kein Insulin mehr produziert. Diese Form ist nicht durch die Lebensweise bedingt und Betroffene müssen lebenslang Insulin zuführen. Bei Typ-2-Diabetes hingegen reagieren die Körperzellen zunehmend schlechter auf Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel steigt. Neben der genetischen Veranlagung spielen dabei auch Faktoren wie Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht eine Rolle.

Gerade Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft schleichend und verursacht lange keine auffälligen Beschwerden. Nach Schätzungen der International Diabetes Federation wissen weltweit mehr als 40 Prozent der Erwachsenen mit Diabetes nichts von ihrer Erkrankung. Durch gesunde Gewohnheiten lässt sich das Risiko häufig deutlich senken.

Bewegung und Ernährung gehören zusammen

So wertvoll Sport für deinen Zuckerstoffwechsel ist: Eine dauerhaft unausgewogene Ernährung lässt sich damit allein nicht ausgleichen. Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und möglichst wenig zugesetzter Zucker können ebenfalls dazu beitragen, Typ-2-Diabetes vorzubeugen.

Das ist im Alltag allerdings nicht immer einfach: Zucker steckt längst nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in vielen industriell hergestellten Lebensmitteln, in denen wir ihn kaum vermuten würden. Hinzu kommt, dass ein hoher Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist.

Du möchtest deine Ernährungsgewohnheiten bewusster gestalten? Dann schau dir unsere Programme Iss dich schlank! (Classic) und Iss dich schlank! (Veggie) an. Sie bieten dir Anregungen für eine ausgewogene Ernährung und neue Rezepte zum Ausprobieren.

Sport mit Diabetes: Das solltest du beachten

Auch mit Diabetes ist Sport in der Regel eine gute Idee! Bei Typ-2-Diabetes kann regelmäßiges Training die Blutzuckerwerte verbessern und teilweise sogar den Medikamentenbedarf senken.

Dass auch mit Typ-1-Diabetes sportliche Höchstleistungen möglich sind, zeigt Tennisprofi Alexander Zverev eindrucksvoll: 2026 gewann die erste deutsche Nummer Eins der Weltrangliste seit Boris Becker sowohl die French Open als auch die US Open und damit seine ersten beiden Grand-Slam-Titel.

Seit seinem vierten Lebensjahr lebt er mit Typ-1-Diabetes. In einem Interview mit Diabetes-Anker erzählte Zverev bereits 2023, dass viele Menschen ihm früher eine Profikarriere wegen seiner Diabetes-Erkrankung nicht zugetraut hätten. Davon habe er sich jedoch nie von seinem Ziel abbringen lassen. Eine tolle Inspiration für viele Menschen, die mit Diabetes leben und ihre sportlichen Ziele verfolgen möchten.

-er



Bitte beachte: Wenn du Diabetes hast, solltest du deine Blutzuckerwerte gerade auch beim Sport im Blick behalten. Besonders wenn du Insulin spritzt oder Medikamente einnimmst, die deinen Blutzucker senken, kann es durch körperliche Aktivität zu Unterzuckerungen kommen. Stimme dein Training deshalb immer mit deinem behandelnden Arzt oder deiner behandelnden Ärztin ab.

Jetzt
mitmachen!

20% Rabatt + Wunsch-Goodie

Jetzt
mitmachen!

20% Rabatt + Wunsch-Goodie

Jetzt
mitmachen!

20% Rabatt + Wunsch-Goodie

Jetzt
mitmachen!

20% Rabatt + Wunsch-Goodie