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So geht Fitness heute


Fit nach Schwangerschaft und Geburt

Mit einem Baby ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Prioritäten verschieben sich, der Rhythmus des Kleinen gibt den Takt an, der Alltag ist alles andere als "alltäglich" – eine aufregende und intensive Zeit.

Dazu kommen die körperlichen Veränderungen durch Schwangerschaft und Geburt. Jede Frau nimmt sie ganz anders wahr und für sich an. Einen gemeinsamen Nenner gibt es trotzdem:

Mit einem sanften Rückbildungs- und Aufbauprogramm können sich alle Mamis etwas Gutes tun.

Oberstes Gebot: Ruhe bewahren und locker bleiben. Stressig ist das Leben (gerade jetzt) auch so schon oft genug. Bewegung soll helfen zu entspannen und Kraft & Energie zu tanken – keine zusätzliche Belastung darstellen.

Kein Stress: Realistische Ziele setzen, langsam starten

Alle Mütter, die weder Nanny noch Personal Coach noch sonstiges Hauspersonal vorweisen können, sollten einen Gang rausnehmen und sich das Wesentliche klarmachen: Ja, der Körper sieht nach der Geburt anders aus als davor. Nein, man muss nicht in zwei Wochen wieder "bikini-fit" sein. Auch nicht in vier.

Niemand verlangt, dass man es mit klapperigen Promi-Mums und Erfolgsstorys aus der Klatschpresse aufnimmt. Mit einer gesunden Portion Realismus und gutem Menschenverstand lebt und trainiert es sich einfach einfacher. 

Sanfte Rückbildungsgymnastik nach der Geburt

Sobald Ärzte und die Hebamme ihr Okay geben (bei Geburten ohne Komplikationen und/oder Kaiserschnitt i. d. R. nach circa sechs bis acht Wochen), kann es mit leichten Übungen losgehen. Während Bauchmuskeltraining in der Anfangszeit noch tabu ist, kommt einer starken Mitte in anderer Hinsicht viel Bedeutung zu: Der durch die Schwangerschaft und Entbindung strapazierte Beckenboden sollte wieder "in Form" gebracht werden, um Problemen wie Inkontinenz und Organsenkung vorzubeugen, und den Körper aus dem "Zentrum" heraus zu stabilisieren. 

Ein paar Minuten Training täglich reichen bereits

Täglich ein paar Minuten Rückbildungsgymnastik reichen zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur völlig aus. Wichtig ist nicht, besonders lange durchzuhalten – es kommt darauf an, bewusst auf seinen eigenen Körper zu hören und alle Bewegungen konzentriert und langsam auszuführen. So setzt die Rückbildungsgymnastik genau dort an, wo sie soll, und Fehlbelastungen werden vermieden. 

Ideal, um das Training in den Tagesablauf zu integrieren, sind erklärte Übungsvideos für zuhause. So kann man zum Beispiel im Wohnzimmer turnen, während das Baby im Nachbarzimmer schläft – lange Anfahrtszeiten zu Rückbildungskursen und eine umständliche "Terminjonglage" entfallen. 

"Fit mit Baby": Neue Alltagsbelastungen spielerisch meistern

Schrittweise sollten im Lauf der Wochen weitere Übungen hinzukommen. Diese wirken Muskelverspannungen im Nacken- und Rückenbereich entgegen und machen den Körper fit für die neuen Alltagsbelastungen (Stillen, längeres Herumtragen des Babys etc.). Speziell entwickelte "Fit mit Baby"-Programme ermöglichen es, das Training spielerisch in den Alltag zu integrieren – so wird es Mutter und Kind beim Sport garantiert nicht langweilig. 

Weg mit dem "Babyspeck" – so purzeln die Pfunde

Da "Babyspeck" nur an Babys süß aussieht, wollen Mamis früher oder später die in der Schwangerschaft zugelegten Pfunde wieder loswerden. Meist spricht spätestens ab dem vierten Monat nach der Geburt nichts mehr dagegen, auch Sportarten wie Schwimmen, Pilates oder Nordic Walking in den Trainingsplan zu integrieren. Sie helfen dabei, den Stoffwechsel anzuregen, Kilos zu verlieren und den Körper zu straffen. Absehen sollte man weiterhin von allem, was den Beckenboden durch starken Aufprall zu sehr "federn" lässt (z. B. Joggen, Volleyball, Tennis). Wer sich unsicher ist, sollte beim Arzt nachfragen.

-er